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Liebe Paare,
der Weg zum eigenen Wunschkind ist oft von vielen Fragen, tiefen Emotionen und der unendlichen Hoffnung auf ein gesundes Baby begleitet. In letzter Zeit tauchen in den Medien jedoch zunehmend Themen auf, die den natürlichen Wunsch nach einer Familie mit utopischen Technologie-Versprechen vermischen. Ein aktuelles Beispiel ist der Trend aus den USA rund um sogenannte „Designer-Babys“. Unser ärztlicher Leiter, Priv. Doz. Dr. Michael Schenk, hat dazu kürzlich in der Sonntagsausgabe der Kleinen Zeitung (siehe Artikel „Die Illusion des 'Designer-Babys“) ausführlich und kritisch Stellung bezogen.

Die utopischen Versprechen der „Designer-Babys“
In dem Zeitungsbeitrag wird ein US-Start-up namens „Orchid“ beleuchtet, das werdenden Eltern für 2500 Dollar anbietet, Embryonen auf über 1200 genetische Fehler – darunter Risiken für Herzkrankheiten oder Schizophrenie – zu testen. Befürworter dieser Methode, die oft unter dem Begriff „Kids-Maxxing“ diskutiert wird, suggerieren, dass man durch umfassende genetische Auswertungen die besten Voraussetzungen für sein Kind quasi „kaufen“ könne. Der Druck auf Eltern wächst, nichts mehr dem Zufall zu überlassen und schon vor der Geburt festzulegen, welche Begabungen das Kind haben soll.

Warum wir diese Entwicklung kritisch sehen
Als Experten für Reproduktionsmedizin sehen wir solche Trends mit großer Sorge. Wie Dr. Schenk im Interview treffend formuliert, öffnet man mit solchen Angeboten eine sprichwörtliche „Büchse der Pandora“. Die Wahrheit hinter der Technologie ist nämlich komplexer: Die angepriesenen Auswertungen beruhen letztendlich auf reinen Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Man kann noch so herausragende genetische Voraussetzungen errechnen – wenn im Laufe der Zeit andere Faktoren und Umwelteinflüsse hinzukommen, kann sich das Leben eines Menschen völlig anders entwickeln.

Ein Embryo, also eine Blastozyste, ist eben noch kein fertiger Mensch. Das Leben selbst ist schlichtweg zu komplex, um es auf ein „genetisches Roulette“ zu reduzieren oder mit falschen Heilsversprechen planbar zu machen.

Unsere Philosophie im KIWI: Menschlichkeit statt Optimierungswahn
Im Kinderwunsch Institut Dr. Schenk gehen wir ganz bewusst einen anderen Weg. Unser innerer Antrieb ist es, echtes Familienglück zu vermehren – und nicht den gesellschaftlichen Trend zum sogenannten „Qualitätskind“ zu bedienen. Wir setzen auf modernste, evidenzbasierte Reproduktionsmedizin, um Ihnen mit höchsten Erfolgschancen zur Seite zu stehen. Doch Technologie darf niemals dazu dienen, werdende Eltern mit unrealistischen Versprechen und ethisch fragwürdigem Leistungsdruck zu verunsichern.

Wir wissen, dass der Wunsch nach einem gesunden Kind Ihr größtes Anliegen ist. Deshalb begleiten wir Sie mit ehrlicher, sinnvoller Diagnostik, höchster Qualität im Labor und vor allem: mit viel Einfühlungsvermögen und Empathie. Wir möchten, dass Sie Ihren Weg zum Wunschkind mit Vertrauen erleben können – voller Liebe und Respekt vor dem großen Wunder des Lebens, das sich glücklicherweise nicht bis ins letzte Detail programmieren lässt.

Wenn Sie Fragen zu modernen genetischen Untersuchungen haben und wissen möchten, was auf Ihrem Weg medizinisch wirklich sinnvoll und zielführend ist, sind wir hier in Graz jederzeit gerne für ein persönliches, ehrliches Gespräch für Sie da.

Dr. Schenk & Team, Kinderwunsch Institut Schenk


Viele Paare kennen diesen Weg: Monatelang versuchen sie, schwanger zu werden. Vielleicht auch Jahre, ohne Ergebnis. Dann endlich die erste Untersuchung. Die Ärztin schaut sie an. Macht Tests. Stellt Fragen. Und er? Sitzt daneben. Voll Enthusiasmus, aber zeitgleich entrückt oder besser: unbeteiligt. Als wäre das Thema... nicht wirklich seines. Dabei geht es mehr Männer an als gedacht

Zurück zum Ursprung.
Tatsächlich liegt in rund der Hälfte aller Fälle von unerfülltem Kinderwunsch die Ursache beim Partner. Auch wenn die Statistik nicht lügt, ist ein Spermiogramm dennoch oft das Letzte, was gemacht wird. Warum dem so ist lässt sich nicht leicht beantworten. Vielleicht ist es die Bequemlichkeit, vielleicht auch die Scham. Bestimmt aber ein tief verwurzelter gesellschaftlicher Reflex, der Fruchtbarkeit noch immer als „Frauenthema" versteht. Das ist ein Mythos. Einer, der endlich aufgeklärt gehört.

Der Mythos vom „fruchtbaren Mann".
Es gibt diesen Satz, der – unausgesprochen – in vielen Köpfen mitschwingt: „Er ist gesund, also muss es an ihr liegen." Gesund wird in diesem Kontext mit beschwerdefrei und normaler Erektionsfähigkeit gleichgesetzt. Eine eingeschränkte Samenqualität ist also ein stiller Indikator, nachdem Mann nie fragt.

Dazu kommt: Fruchtbarkeit und Potenz sind zwei völlig verschiedene Dinge. Ein Mann kann sich kerngesund fühlen, normale Libido haben, problemlos Sex haben – und trotzdem kaum funktionsfähige Spermien produzieren. Das eine sagt über das andere leider nichts aus.

Vielleicht mag es für den einen oder anderen Mann eine emotionale Überwindung sein, sich gedanklich an dieses Konzept zu gewöhnen, aber ist die Idee erst etabliert, sind die nächsten Schritte denkbar einfach. Gewissheit erlangt Mann heute spielerisch.

Körpercheck: Was ein Spermiogramm wirklich zeigt.
Die Untersuchung ist einfach, schnell und gibt in kürzester Zeit ein klares Bild.

Ein Spermiogramm untersucht im Wesentlichen:
✓ Spermienzahl: Wie viele Spermien befinden sich pro Milliliter im Ejakulat?
✓ Beweglichkeit: Wie viele schwimmen gerichtet vorwärts? Nur diese können die Eizelle überhaupt erreichen.
✓ Form: Wie viele sind normal geformt? Die Morphologie beeinflusst, ob die Befruchtung gelingt.
✓ Volumen und pH-Wert: Hinweise auf die Funktion der akzessorischen Drüsen, die den größten Teil des Seminalplasma produzieren

Dabei gilt: Ein einzelner auffälliger Wert bedeutet nicht automatisch Unfruchtbarkeit. Fieber, Stress, eine Erkältung vor drei Monaten – all das beeinflusst das Ergebnis noch Wochen später. Warum? Weil der Spermatogenese-Zyklus rund 90 Tage dauert. Was heute im Labor landet, hat sich vor drei Monaten gebildet. Deshalb heißt dies: Einmal ist keinmal. Bei Auffälligkeiten empfiehlt sich immer eine Kontrolluntersuchung im Abstand von einigen Wochen.

Die beste Neuigkeit: Vieles lässt sich ändern.
Und jetzt der Teil, den wirklich zu wenige Männer kennen: Die häufigsten Ursachen für eingeschränkte Samenqualität sind Lebensstilfaktoren:

Rauchen zum Beispiel reduziert Spermienzahl sowie Beweglichkeit und erhöht DNA-Schäden, kann aber nach einem Rauchstopp wieder umgedreht werden. Auch Übergewicht wirkt über hormonelle Verschiebungen und Hitzestau – bessert sich aber oft deutlich mit Gewichtsreduktion. Weitere Indikatoren sind chronischer Stress, Schlafmangel und Hitzeexposition (ja: auch der Laptop auf dem Schoß, die Sauna, der beheizte Autositz). Auch Freizeitdrogen, Weichspüler und bestimmte Medikamente können sich negativ auf die Samenqualität auswirken – ganz versteckt zwar, aber nicht minder präsent.

Was außerdem nicht jeder auf dem Radar hat: Anabolika und Testosteron-Präparate – auch wenn sie „nur zur Fitness" genommen werden – können die körpereigene Hormonachse massiv unterdrücken und die Spermienproduktion teils langfristig reduzieren. Das ist kein Randthema. Das ist klinische Realität.

Die gute Nachricht ist aber, dass es eine gute Lifestyle-Evaluation und gegeben falls Anpassung viel ändern kann. Nachdem sich Sperma im Körper alle drei Monate neu bildet (im Gegensatz zu den Eizellen) sind die „Lifestyle-Sünden“ auch wieder reversibel.

Check-up: Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Diese Frage stellen sich viele Paare. Und die Antwort ist klarer als gedacht:

✓ Wenn ihr nach 12 Monaten regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger geworden seid – und die Frau unter 35 ist.
✓ Nach 6 Monaten, wenn die Frau 35 oder älter ist.
✓ Bei bekannten Risikofaktoren beim Mann (z. B. Hodenhochstand in der Kindheit, Vorerkrankungen, Chemotherapie) – auch früher.

Was dann möglich ist, ist deutlich breiter als viele denken. Von Lebensstiloptimierung über hormonelle Therapie bis hin zu IUI, IVF, ICSI oder operativer Spermiengewinnung – je nach Befund gibt es einen Weg, manchmal sogar mehrere. Eine Diagnose ist demnach kein Ende. Sie ist der Beginn von: Jetzt wissen wir, womit wir es zu tun haben und können agieren.

Nennen wir's beim Namen.
Viele Männer, die eine solche Diagnose bekommen, erleben das als tiefen Einschnitt. Scham. Rückzug. Das Gefühl, irgendwie zu versagen. Dabei hat Samenqualität absolut nichts mit Männlichkeit zu tun. Nicht mit Potenz, nicht mit Attraktivität, nicht mit Stärke. Das sind zwei verschiedene Dinge – und es wird Zeit, dass wir auch das endlich laut sagen.

„Wer weiß, womit er es zu tun hat, kann handeln. Und Handeln gibt das Gefühl von Kontrolle zurück."
Dr. Michael Schenk

Noch kein Spermiogramm gemacht? Manchmal ist der erste Schritt der einfachste.
Dr. Schenk & Team, Kinderwunsch Institut Schenk


Stell dir vor, du bist 26 Jahre alt. Kein konkreter Kinderwunsch, kein Druck – aber irgendwo im Hinterkopf das beruhigende Gefühl: Das wird sich schon ergeben, wenn es so weit ist. Was die meisten Frauen in diesem Moment nicht wissen: Genau jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, um zu verstehen, wie es um die eigene Fruchtbarkeit steht. Nicht aus Angst. Sondern aus Selbstbestimmung.

Denn Vorsorge ist die beste Nachsorge. Und die beste Vorsorge beginnt lange bevor irgendjemand an Kinder denkt.

Die Lücke, die niemand sieht
Social Egg Freezing wird in Österreich voraussichtlich ab 1. April 2027 ohne medizinische Indikation erlaubt sein – ein Meilenstein, den wir sehr begrüßen. Aber was tun in der Zwischenzeit? Warten ist keine Strategie. Im Gegenteil: Die Zeit bis 2027 ist ein Geschenk – wenn man sie richtig nutzt.

Wer frühzeitig eine reproduktionsmedizinische Vorsorgeuntersuchung macht und die eigenen Fruchtbarkeitsreserven kennenlernt, gewinnt etwas Kostbares: Wissen. Und damit Handlungsspielraum.

Denn manchmal zeigt sich dabei etwas, das still vor sich hinarbeitet, ohne dass die Betroffene es ahnt: eine unerkannte Schilddrüsenunterfunktion, erste Anzeichen einer Endometriose, eine stille Autoimmunerkrankung. Wer das früh weiß, kann früh handeln – rechtzeitig, planvoll, selbstbestimmt.

Was eine Fruchtbarkeitsvorsorge umfasst
Eine reproduktionsmedizinische Vorsorgeuntersuchung ist kein großer Eingriff. Sie ist ein ehrliches Gespräch mit dem eigenen Körper – strukturiert, medizinisch fundiert und zutiefst persönlich.

Die Anamnese
Am Anfang steht das Gespräch. Wie ist das Blutungsmuster? Gibt es in der Familie Fälle von primärer oder sekundärer Amenorrhö – also dem Ausbleiben der Blutung? Welche Erkrankungen sind bekannt?

Der Blick auf den Lebensstil
Schlaf, Stress, Substanzen – das klingt banal, ist es aber nicht. Chronischer Stress, anhaltender Schlafmangel oder Rauchen beeinflussen den Hormonhaushalt auf eine Weise, die sich oft erst Jahre später zeigt.

Die Labordiagnostik - hier wird es konkret:
• TSH – Schilddrüsenfunktion
• CRP – Hinweis auf chronische Entzündungsprozesse
• Vitamine – D, Zink, Selen
• Infektionsscreening je nach Sexualleben: Chlamydien, HIV, Hepatitis A bis C
• Gesamter Hormonstatus inklusive Anti-Müller-Hormon (AMH) zur Beurteilung der Eizellreserve

Ein wichtiger Hinweis, der viel zu oft vergessen wird: Chlamydien-Infektionen verlaufen häufig völlig symptomlos – und können die Fruchtbarkeit nachhaltig beeinträchtigen. Auch die HPV-Impfung ist übrigens weit mehr als Krebsvorsorge: Sie ist eine Investition in den späteren Kinderwunsch.

Das stille Gottvertrauen
Es gibt ein Denkmuster, das uns in der Kinderwunschmedizin immer wieder begegnet: das stille Gottvertrauen. Die Überzeugung, dass es schon klappen wird, wenn es so weit ist. Für viele stimmt das – und das ist wunderbar. Aber für manche stimmt es eben nicht.

Wer sich bereits in seinen frühen 20ern einen Überblick verschafft, spürt vielleicht zehn Jahre später die Uhr nicht ganz so laut ticken. Passt alles, kann man in fünf Jahren nochmals schauen. Zeigt sich etwas, hat man Zeit zu reagieren. Wer hingegen wartet, bis der Druck entsteht, verliert genau das, was er schützen wollte: die Freiheit zu entscheiden.

„Wer in Szenarien denkt, gewinnt Handlungsspielraum. Wer wartet, bis der Druck entsteht, verliert ihn." — Dr. Michael Schenk

Und noch ein praktischer Hinweis, der oft übersehen wird: Wer sechs Monate versucht schwanger zu werden und es nicht wird, sollte nicht weitere sechs Monate abwarten – sondern professionelle Unterstützung suchen. Denn die Biologie kennt ihre eigenen Regeln. Vorsorge verändert diese Regeln nicht. Aber sie gibt die Freiheit zurück: die Freiheit zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist – statt zu hoffen, dass er noch kommt.

Haben Sie Fragen zu Ihrer persönlichen Fruchtbarkeitsvorsorge oder möchten Sie verstehen, wie es um Ihre Reserven steht? Wir begleiten Sie – mit Erfahrung, moderner Diagnostik und dem ehrlichen Blick auf Ihre Situation.


Wer kennt ihn nicht, diesen Satz: „Das ist halt so. Das musst du aushalten." Viele Mädchen wachsen mit diesem einen Satz auf, der ihre Zukunft zementiert. Regelbeschwerden, so lernen wir es von klein auf, sind die Regel und gehören zum Frau sein dazu.

Dabei: Dem ist nicht so! Dieses tradierte Wissen, welches wir von unseren Müttern und die wiederum von ihren Müttern übernommen haben, ist schlichtweg ein Mythos. Einer, der endlich aufgeklärt gehört. Denn: Jeder Schmerz ist ein Signal. Und Signale sind dazu da, dass sie gehört werden. Und wir was ändern.

Der Mythos vom „normalen Schmerz“.
Unglaublich, aber wahr: Etwa 70 % der Frauen sind davon überzeugt, dass starke Menstruationsbeschwerden zu ihrem Alltag gehören wie Butter aufs Brot. Der Vergleich hinkt vielleicht nach, aber so alltäglich ist der Umgang damit und so lapidar gehen Frauen mit ihren Schmerzen um – wir wischen sie einfach weg. Frauen lernen also von klein auf, Schmerzen zu ignorieren. Mental und körperlich. Mit fatalen Folgen für ihre Gesundheit. Denn was die meisten von uns nicht wissen: Unser Körper hat ein Schmerzgedächtnis.

Wenn wir also auf Schmerzreize dauerhaft nicht reagieren, schraubt der Körper die Lautstärke dessen nach oben. Das kann man sich anhand eines Beispiels wie folgt vorstellen: Du verstaust dir das Sprunggelenk – und läufst einfach weiter, das pochende Gefühl ganz unten ignorierend. In Folge wird der Schmerz nicht verschwinden, sondern immer stärker werden, weil der Körper merkt: Die Botschaft kommt bei dir nicht an. Erst wenn du was änderst, wird dein Körper wieder leiser mit dir sprechen.

Dasselbe passiert bei Regelschmerzen, die Monat für Monat ignoriert werden. Was also tun? Wir beginnen mit Hinhören:

Körpersprache anders gedacht: Rede mit dir!
Die Auseinandersetzung mit unseren Menstruationsbeschwerden beginnt mal grundsätzlich in der Unterscheidung dessen. Nicht jeder Schmerz ist gleich. Die Art, wie er sich anfühlt, kann wichtige Hinweise liefern, wie du ihn lindern kannst.

Krampfend? Das deutet oft auf eine verstärkte Kontraktion der Gebärmutter hin, die versucht, die Schleimhaut abzustoßen. Hier gibt es viele Möglichkeiten der Linderung.
Stechend oder dauerhaft? Das kann auf entzündliche Prozesse, eingeblutete Zysten oder Endometriose hinweisen – und gehört differenzialdiagnostisch abgeklärt.
Ein Schmerztagebuch kann dabei helfen: Wann ist die Blutung am stärksten? Wie fühlt sich der Schmerz an? Wann genau tritt er auf? Diese Informationen sind für Ärzt:innen extrem wertvoll.

Check-up: Wann ist die Regelblutung eigentlich normal?
Diese Frage stellen sich viele Frauen. Und die Antwort lautet nicht: „Wenn es nicht zu sehr wehtut." Die Antwort lautet: Unangenehm ja – beschwerlich nein. Will heißen: Eine Regelblutung darf sich ankündigen. Sie darf spürbar sein. Aber sie sollte nicht dazu führen, dass du nicht aus dem Bett kommst, nicht arbeiten kannst oder deinen Alltag nicht mehr bewältigst.

Was medizinisch als normal gilt:
✓ Dauer: 2 bis 7 Tage, wobei der 1. und 2. Tag üblicherweise am stärksten sind.
✓ Menge: ca. 200–300 ml gelten als normal, ab 500 ml spricht man medizinisch von einer starken Blutung.
✓ Zyklus: Im Schnitt 28 Tage (vom ersten Tag der Blutung bis zum nächsten), aber Zyklen zwischen 21 und 35 Tagen sind ebenfalls normal.

Wann du unbedingt zur Ärztin oder zum Arzt gehen solltest:
✓ Wenn du Schmierblutungen vor oder nach der Periode hast – das sollte immer hormonell abgeklärt werden.
✓ Wenn Blutungen auftreten, die unabhängig vom Zyklus sind – das kann auf einen Polypen am Muttermund oder an der Gebärmutterschleimhaut hinweisen.
✓ Wenn die Blutung plötzlich stärker oder unregelmäßiger wird als gewohnt.
✓ Wenn Schmerzmittel nicht mehr helfen oder du sie regelmäßig über mehrere Tage nehmen musst.

Es gibt Hilfe – und es gibt Optionen.
Die gute Nachricht: Du musst nicht leiden. Es gibt heute viele Wege, Beschwerden zu lindern:

✓ Pflanzliche Präparate, die den Zyklus regulieren und Krämpfe lindern können.
✓ Hormonpräparate, die – auch wenn sie gerade nicht im Trend liegen – sehr wirkungsvoll sind. Auch im Langzyklus, also ohne monatliche Blutung. Das kann besonders sinnvoll sein, wenn du sportliche Leistungen erbringen möchtest oder die Blutungen dich stark beeinträchtigen.
✓ Gezielte Diagnostik, um die Ursachen deiner Beschwerden zu verstehen

Und noch etwas, als kleine Randnotiz: Auch eine erhöhte Lust während der Regel ist für viele Frauen normal. Der Körper ist komplex – und die Menstruation ist ein Teil davon, der mehr Aufmerksamkeit verdient als er bekommt.

Nennen wir es beim Namen.
Die Regelblutung gehört zum Leben. Sie ist kein Tabu, keine Schwäche, kein Problem, das man für sich behalten muss. Und apropos beim Namen nennen, hier noch ein kleiner Nachtrag: Was viele von uns als „Scham" (ja, tatsächlich, noch immer) bezeichnen, heißt richtig Vulva. Nennen wir es also auch so! Denn: Klare Sprache hilft, klar zu denken – und klar zu handeln. Ganz ohne Scham.

In eurem eigenen Interesse: Redet darüber. Mit euren Müttern, Töchtern und Freundinnen.

Wenn du Fragen zu deinem Zyklus, zu Schmerzen oder zu möglichen Ursachen hast, sind wir für dich da. Ein erstes Gespräch ist oft der wichtigste Schrit

Dr. Schenk & Team, Kinderwunsch Institut Schenk


Ich habe mehrere Freundinnen mit Endometriose. Jeden Monat die gleiche Leier: Schmerzen, die es manchmal unmöglich machen, überhaupt aus dem Bett zu kommen. Schmerzmittel werden genommen wie Gummibärchen. Und das Schlimmste: Viele von ihnen werden von Ärzten lange nicht ernst genommen.

Wie kann das sein?
Wir schießen Menschen ins All, können Herzen transplantieren – aber für eine der häufigsten Erkrankungen von Frauen gibt es bis heute keine Heilung. Endometriose betrifft etwa jede zehnte Frau. Trotzdem dauert es im Schnitt 7 bis 10 Jahre, bis sie diagnostiziert wird.

Wenn man sich anschaut, wie medizinische Forschung lange funktioniert hat, wird das Problem deutlicher: Der männliche Körper galt in vielen Studien als „Standard“. Der weibliche Körper als Ausnahme. Krankheiten, die hauptsächlich Frauen betreffen, wurden dadurch oft später erforscht, später verstanden – und manchmal auch später ernst genommen. Endometriose zeigt genau dieses Problem. Obwohl Millionen Frauen betroffen sind, dauert es im Durchschnitt Jahre, bis überhaupt eine Diagnose gestellt wird.
Oft wird Endometriose sogar erst im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung entdeckt.

Kurze Aufklärung: Was ist Endometriose?
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst.
Dieses Gewebe kann sich zum Beispiel ansiedeln:

✓ an den Eierstöcken
✓ an den Eileitern
✓ am Bauchfell
✓ an Darm oder Blase

Ähnlich wie die normale Gebärmutterschleimhaut reagiert dieses Gewebe auf den hormonellen Zyklus. Das bedeutet: Es kann sich aufbauen, entzünden und bluten. Der Unterschied ist nur: Das Blut kann nicht einfach abfließen. Dadurch entstehen Entzündungen, Verwachsungen und teilweise sehr starke Schmerzen.

Typische Symptome
Endometriose kann sich bei jeder Frau unterschiedlich zeigen. Häufige Symptome sind zum Beispiel:

✓ Sehr starke Regelschmerzen
✓ Chronische Unterbauchschmerzen
✓ Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
✓ Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen
✓ Starke Müdigkeit
✓ Verdauungsprobleme
✓ Schwierigkeiten, schwanger zu werden

Viele Frauen hören jahrelang, dass diese Schmerzen „normal“ seien. Aber starke Schmerzen während der Periode sind nicht einfach etwas, das man aushalten muss.
Leider wird Frauen bis heute oft eingeredet, sie würden „übertreiben“, wenn sie über Regelschmerzen sprechen. Viele müssen sich rechtfertigen, warum sie wegen Schmerzen nicht zur Arbeit kommen können oder Termine absagen. Und genau deshalb ist uns dieses Thema auch im Kinderwunsch Institut besonders wichtig. Endometriose ist bei vielen Patientinnen ein Teil ihrer Geschichte. Wir wissen, wie belastend die Erkrankung sein kann – körperlich und emotional. Deshalb versuchen wir, Endometriose nicht nur als Diagnose zu sehen, sondern die Frauen dahinter ernst zu nehmen: ihre Schmerzen, ihre Erfahrungen und ihre Sorgen.

Denn am Ende geht es nicht nur um Medizin. Es geht darum, Menschen zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Ich selbst bin nicht betroffen. Aber ich sehe, was Endometriose mit den Menschen macht, die mir wichtig sind.

Genau deshalb finde ich: Wir müssen viel mehr darüber sprechen.

Helene Schenk, BSc
COO | Chief Operating Officer


Der Valentinstag steht für Romantik, Nähe und gemeinsame Zeit. Doch viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch erleben diesen besonderen Tag anders: Gedanken kreisen weniger um Kerzenlicht und Kuscheln, sondern vielmehr um Termine, Behandlungen, Fruchtbarkeit und das geduldige Warten auf ein positives Ergebnis.

Diese Phase ist emotional herausfordernd. Zwischen Hoffnung, Unsicherheit und Alltag werden Partnerschaften auf eine neue, oft ungewohnte Weise geprüft. Eine Kinderwunschbehandlung betrifft nicht nur den Körper, sondern immer auch die Beziehung. Gefühle wie Erschöpfung, Rückzug oder unterschiedliche Bewältigungsweisen können zu Spannungen führen. Gleichzeitig kann gerade diese Herausforderung auch verbinden, wenn Partner sich Zeit nehmen, einander zuzuhören und Verständnis füreinander zu zeigen.

Im Kinderwunsch Institut begleiten wir Paare nicht nur medizinisch, sondern stets einfühlsam, individuell und achtsam. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein offener Austausch über Ängste, Erwartungen und Wünsche nicht nur entlastet, sondern auch Nähe schafft, die im Alltag leicht verloren gehen kann. Kleine Rituale im Alltag - ein gemeinsamer Spaziergang, ein bewusstes Gespräch ohne Behandlungsplanung oder ein Dinner bei Kerzenlicht ganz ohne Leistungsdruck - können helfen, wieder Raum für Verbundenheit zu schaffen. Solche Momente erinnern daran, warum zwei Menschen diesen Weg gemeinsam gehen: aus Liebe, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung. Berührungen und Zärtlichkeit müssen nicht „funktional“ sein. Sie sind Ausdruck von Nähe, Geborgenheit und Vertrauen - und gerade dann besonders wertvoll, wenn der Weg zum Wunschkind von Erwartungen, Unsicherheiten oder Erschöpfung begleitet wird.

Auch der Austausch mit Fachpersonen oder eine begleitende Beratung kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen. Niemand muss diesen Weg allein gehen. Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung für sich selbst und die Partnerschaft. Der Valentinstag erinnert uns daran: Liebe zeigt sich nicht nur in perfekten Momenten, sondern oft gerade in schwierigen Phasen - im Zuhören, im Mitfühlen, im gemeinsamen Durchhalten. Nähe, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind wichtige Kraftquellen auf dem Weg zum Wunschkind. Nehmen Sie sich bewusst Zeit füreinander - nicht nur am Valentinstag, sondern das ganze Jahr über. Ihre Beziehung ist ein wertvoller Teil dieses Weges.


Eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit ist eine häufige Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Dank moderner Reproduktionsmedizin stehen heute vielfältige Therapiemethoden zur Verfügung, die individuell auf die jeweilige Ausgangssituation abgestimmt werden können. Ziel der Kinderwunschbehandlung ist es, Paaren realistische und medizinisch fundierte Wege zum Wunschkind zu eröffnen.

Grundlage jeder Therapie: gezielte Diagnostik
Die Wahl der geeigneten Therapiemethode basiert immer auf einer sorgfältigen Diagnostik. Ein Spermiogramm liefert zentrale Informationen zur Samenqualität und dient als Ausgangspunkt für weitere Schritte. Je nach Befund können zusätzliche hormonelle, genetische oder bildgebende Untersuchungen notwendig sein. Erst auf dieser Basis wird entschieden, welche Therapieoption sinnvoll ist. Bei leicht oder moderat eingeschränkter Samenqualität kann eine intrauterine Insemination (IUI) eine effektive Therapieoption darstellen. Dabei werden die Spermien aufbereitet und zum optimalen Zeitpunkt direkt in die Gebärmutter eingebracht. Diese Methode wird häufig dann eingesetzt, wenn eine natürliche Befruchtung erschwert, aber grundsätzlich möglich ist.

ICSI als zentrale Therapiemethode bei stark eingeschränkter Fruchtbarkeit
Bei deutlich eingeschränkter Samenqualität oder ausbleibendem Erfolg anderer Methoden kommt die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) zum Einsatz. Diese etablierte Therapieform ermöglicht eine Befruchtung, indem ein einzelnes Spermium gezielt in die Eizelle eingebracht wird. Die ICSI ist eine der wichtigsten Therapieoptionen bei männlicher Unfruchtbarkeit und eröffnet vielen Paaren neue Chancen innerhalb der Kinderwunschbehandlung.

Therapieoptionen bei fehlenden Spermien im Ejakulat
Sind im Ejakulat keine oder nur sehr wenige Spermien vorhanden, stehen dennoch spezialisierte Therapiemethoden zur Verfügung. Mit TESE (Testikuläre Spermienextraktion) oder TESA (Testikuläre Spermienaspiration) können Spermien direkt aus dem Hoden oder Nebenhoden gewonnen werden. Diese werden anschließend im Rahmen einer ICSI verwendet. Auch bei komplexen Befunden kann so eine Kinderwunschbehandlung mit eigenen Spermien möglich werden.

Ergänzende Maßnahmen und Therapieplanung
Therapieoptionen beschränken sich nicht ausschließlich auf medizinische Verfahren. Auch begleitende Maßnahmen wie Lebensstiloptimierung, Stressreduktion oder hormonelle Unterstützung können Teil der Kinderwunschbehandlung sein und den Behandlungserfolg positiv beeinflussen. Diese Aspekte werden individuell in die Therapie eingebunden. Welche Therapiemethode die richtige ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. In ausführlichen Gesprächen werden alle Therapieoptionen verständlich erläutert und gemeinsam abgewogen. Ziel ist eine Kinderwunschbehandlung, die medizinisch sinnvoll ist und zugleich die persönlichen Wünsche und Lebensumstände berücksichtigt.

Moderne Therapieoptionen eröffnen neue Chancen
Dank moderner Therapiemethoden ist eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit heute kein Ausschlusskriterium mehr für eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung. Durch gezielte Diagnostik, individuell abgestimmte Therapieoptionen und persönliche Begleitung können Männer und Paare neue Perspektiven auf ihrem Weg zum Wunschkind entwickeln.

Priv. Doz. Doktor med. sci. Gregor Weiß


“Lange haben wir gewartet und gerätselt – bis irgendwann die Zweifel immer größer wurden. Mit dem neuen Jahr brachte eine einfache Untersuchung Klarheit. Beim Spermiogramm stellte sich heraus: Die Samenqualität war beeinträchtigt. MEINE Samenqualität. Ganz schön hart zu sehen – hier, so schwarz auf weiß. Ich bin natürlich froh, dass meine Frau gesund ist und dennoch – oh Mann, das hätte ich nicht gedacht … ja, gehofft, dass es nicht an mir liegt. Und gleichzeitig ist ein Teil von mir erleichtert, denn endlich gibt es Antworten und vor allem Wege nach vorne.”

Eine Erfahrung, die viele Männer machen – und für viele von ihnen ein schwieriger Moment. Sie fühlen sich machtlos, wenn der Kinderwunsch auf sich warten lässt. Dabei wissen die wenigsten, wie viel sie selbst beitragen können. Sowohl durch den Lebensstil als auch mittels moderner Medizin bestehen große Chancen gezielt gegenzusteuern.

Besonders bei Männern, die bereit sind, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten, zeigen sich positive Veränderungen schneller als “Mann” denkt: Schon nach wenigen Monaten kann die Fruchtbarkeit messbar steigen.

Zudem profitiert der Körper von einem gesunden Lebensumfeld – und das schließt die Spermien nicht aus. Was der Fruchtbarkeit guttut?

Sollte trotz Lebensstiloptimierung ein schlechter Samenbefund vorliegen und eine Kinderwunschbehandlung notwendig sein, bieten wir zahlreiche moderne Möglichkeiten an, die zum Wunschkind führen können – individuell abgestimmt und medizinisch präzise. Im Folgeartikel "Von der Diagnose zur Lösung" informiert Gregor Weiß über unsere Diagnostik- und Therapiemethoden, wie:

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Fragen Sie sich, wann man eigentlich von Unfruchtbarkeit spricht? Antworten finden Sie hier:


Die Advent- und Weihnachtszeit gilt als Periode der Ruhe, Wärme und Familienverbundenheit. Lichter, Kerzen, festliche Musik – alles vermittelt Harmonie. Doch für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch kann gerade diese Zeit besonders schmerzhaft sein. Was für viele eine fröhliche Familienzeit ist, wird für Kinderwunsch-Paare oft zu einem emotionalen Kraftakt. Weihnachten macht sichtbar, was fehlt – und laut, was man sonst versucht, leise zu tragen.

Der stille Schmerz hinter dem Lichterglanz
Während Familien ihre Kinder warm einpacken, Kekse backen und Weihnachtsfotos posten, spüren viele Betroffene ein Stechen im Herzen. Nicht aus Neid – sondern aus Sehnsucht. Die Weihnachtszeit mit Kinderwunsch konfrontiert immer wieder mit der Frage: „Warum noch nicht wir?“ Für manche wird die „stille Zeit“ zur lautesten Zeit des Jahres.

„Wann ist es bei euch endlich so weit?“ – Wenn Fragen besonders treffen
Kaum eine Jahreszeit bringt so viele gut gemeinten, aber verletzenden Fragen wie Weihnachten:

„Ihr seid ja jetzt eh im richtigen Alter…“
„Na, habt ihr noch keine Kinder?“
„Wird’s nicht langsam Zeit?“

Diese Sätze mögen harmlos wirken, aber für Menschen im Kinderwunschprozess treffen sie mitten ins Herz. Zwischen medizinischen Terminen, Hoffen, Warten und Zweifeln ist jeder Kommentar ein zusätzlicher emotionaler Druck.

Zwischen Mitfreuen und Selbstschutz: Ein Balanceakt
Viele Betroffene berichten:
„Ich freue mich für die anderen – aber ich weiß nicht, wie ich mich selbst schützen soll.“

Und genau das ist das Schwierige: Man möchte niemandem etwas neiden, und gleichzeitig tut es weh. Beides darf wahr sein.

5 Wege, wie du die Adventzeit trotz unerfülltem Kinderwunsch gut überstehst

1. Setze klare Grenzen
Du darfst Einladungen ablehnen, wenn es dir zu viel ist. Legitim ist ein einfaches: „Dieses Jahr ist für mich emotional herausfordernd, ich mache es ruhiger.“

2. Bereite Antworten auf unangenehme Fragen vor
„Das ist gerade ein sensibles Thema für uns – danke fürs Verständnis.“

3. Schaffe kleine Rituale nur für dich
Kerzenschein, Spaziergänge, Musik, ein warmes Bad – all das stabilisiert.

4. Zeit als Paar – ohne Kinderwunschthema
Ein bewusster Abend stärkt die Beziehung.

5. Hol dir Unterstützung – auch professionelle
Für ein erstes Orientierungsgespräch im Kinderwunsch Institut:
https://www.kinderwunsch-institut.at/erstgespraech/
Für Beziehung & Kommunikation: Beziehungscoachin Cornelia Morgen unterstützt Paare:
https://www.corneliamorgen.com

FAQ: Weihnachten & unerfüllter Kinderwunsch
Warum ist Weihnachten für Menschen mit Kinderwunsch besonders belastend?
Weil diese Zeit stark auf Familie und Kinder fokussiert ist.

Wie kann ich mich emotional schützen?
Grenzen setzen, Selbstfürsorge, vorbereitete Antworten.

Wie gehe ich mit unangenehmen Fragen um?
„Das ist gerade ein sensibles Thema.“

Wann sollte ich mir Unterstützung holen?
Wenn die Belastung anhält oder die Beziehung darunter leidet.

Abschließende Gedanken
Weihnachten ist nicht für alle unbeschwert – und das ist okay. Du darfst Grenzen setzen. Du darfst traurig sein. Du darfst Hoffnung haben. Und du darfst diese Adventzeit so gestalten, wie es für dich richtig ist.

Ganz liebe Grüße, dein Team vom Kinderwunsch Institut.

📣 Nicht vergessen: Unsere Wunschbaum-Aktion läuft auf Instagram noch bis zum 19.12.2025!


Der Kinderwunsch ist so individuell wie jede Lebensgeschichte. Berufliche Ziele, Partnerschaft oder gesundheitliche Aspekte führen dazu, dass viele Frauen ihre Familienplanung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchten. Mit dem sogenannten Social Egg Freezing - dem vorsorglichen Einfrieren unbefruchteter Eizellen - können Frauen ihre Fruchtbarkeit erhalten und sich mehr Flexibilität für die Zukunft sichern.

Rechtliche Wende: Ab 2027 erlaubt
Bislang war das Einfrieren von Eizellen in Österreich nur dann erlaubt, wenn eine medizinische Indikation vorlag - etwa vor einer Krebsbehandlung oder bei Erkrankungen, die die Fruchtbarkeit gefährden. Im Oktober 2025 hat der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) das bisherige Verbot aufgehoben. Ab dem 1. April 2027 wird Social Egg Freezing in Österreich auch ohne medizinischen Grund erlaubt sein. Damit zieht Österreich mit vielen anderen europäischen Ländern gleich und öffnet Frauen die Möglichkeit, ihre Fruchtbarkeit eigenverantwortlich zu sichern. Bis zum Inkrafttreten dieser neuen Regelung gilt jedoch weiterhin die bisherige Rechtslage: Eizellen dürfen aktuell nur aus medizinischer Notwendigkeit eingefroren werden.

Wie funktioniert Social Freezing?
Das Verfahren des Social Egg Freezing ist medizinisch gut erprobt und gilt als sicher. Zunächst erfolgt eine individuelle Beratung und Diagnostik, bei der Hormonwerte, Eizellreserve und allgemeine gesundheitliche Voraussetzungen überprüft werden. Anschließend wird durch eine hormonelle Stimulation das Wachstum mehrerer Follikel im Eierstock angeregt und die Eizellen im Rahmen einer Punktion entnommen. Die gewonnenen Eizellen werden danach mittels Vitrifikation, einem modernen Schockfrostverfahren, bei minus 196 °C eingefroren und dauerhaft gelagert. So bleiben sie über viele Jahre hinweg in ihrer Qualität unverändert und können zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung aufgetaut, befruchtet und eingesetzt werden. Der Erfolg hängt dabei entscheidend vom Alter der Frau zum Zeitpunkt der Eizellentnahme ab: Je jünger die Frau ist, desto höher sind die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft mit den eigenen, zuvor eingefrorenen Eizellen.

Offene Fragen zur Finanzierung
Während die rechtliche Grundlage nun geschaffen ist, bleibt die Frage der Finanzierung noch ungeklärt. Derzeit ist nicht entschieden, ob und in welchem Umfang die Kosten für Social Egg Freezing - also für hormonelle Stimulation, Eizellentnahme, Kryokonservierung und Lagerung - künftig von der öffentlichen Hand oder Krankenkassen unterstützt werden. Hier ist nun die Politik gefordert, um gerechte Rahmenbedingungen für Frauen unabhängig von Einkommen oder sozialem Status zu schaffen.

Ein Schritt in Richtung reproduktiver Selbstbestimmung
Mit dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs öffnet sich Österreich ab 2027 für eine moderne Form der Familienplanung. Frauen erhalten damit mehr Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, ihre biologische Fruchtbarkeit besser an ihre persönliche Lebensplanung anzupassen. Das Kinderwunsch Institut Schenk begleitet Frauen bereits heute bei der medizinisch indizierten Eizellvorsorge mit langjähriger Erfahrung, moderner Technologie und individueller Betreuung. Sobald die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Social Egg Freezing in Kraft treten, werden Patientinnen auch in Österreich neue Perspektiven für eine selbstbestimmte Zukunft haben.

Priv. Doz. Doktor med. sci. Gregor Weiß
Foto Eizelle: KI generiert