Warum Sie nicht schwanger werden

Die erste Frage ist, wann wird man nicht schwanger?

Grundsätzlich gilt, dass man dann nicht schwanger wird, wenn man 1 Jahr nicht verhütet und keine Schwangerschaft eingetreten ist. Dies gilt aber nur für Patientinnen bis zum 35. Lebensjahr. Danach hat man bereits eine Auffälligkeit, wenn man nach 6 Monaten ohne Verhütung nicht schwanger wird. Faszinierend dabei ist, dass es bei den Gründen, warum man nicht schwanger wird, eine mathematische Inkongruenz gibt.

50% der Gründe sind weiblich, 50% der Gründe sind männlich und 50% der Gründe betreffen beide. Das ist mathematisch falsch, aber doch der Wirklichkeit entsprechend.

50% der Gründe sind weiblicher Natur

Mögliche Gründe für den weiblichen Nichteintritt einer Schwangerschaft sind eine Störung der Eibläschen und ihres Wachstums, verschlossene Eileiter oder mechanische Hindernisse in der Gebärmutter, Endometriose, also Schleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter in der freien Bauchhöhle an anderen Stellen wächst, oder Abweichungen im Liebesleben, die zu schmerzhaftem oder beeinträchtigtem Geschlechtsverkehr führen.

Was bei Männern der Grund sein kann

Die Ursache auf der männlichen Seite sind vor allem Veränderungen der Samenqualität. Bei der Samenqualität unterscheiden wir drei mögliche Veränderungen. Entweder ist die Anzahl der Samenzellen vermindert, oder die Beweglichkeit ist eingeschränkt, oder das Aussehen der Samenzellen ist auffällig.

50%, die beide betreffen, sind eine Kombination aus den vorgenannten Gründen

Entscheidend für ein Paar, das sehendlich Kinder bekommen möchte, ist, dass sie erkennen, dass das einzige und richtige Kapital für sie die Zeit ist. Die Zeit bedeutet, dass ich rasch und entschlossen professionelle Hilfe suchen muss, wenn ich unter 35 Jahren nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger bin oder ab 35 Jahren bereits nach sechs Monaten. Auch ein Zustand nach Fehlgeburten und nach Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter, also z.B. Eileiterschwangerschaften, bedeutet, dass ich frühzeitig professionelle Hilfe aufsuchen muss. 

Ein gutes Institut erkenne ich daran, dass beide Partner gleichzeitig abgeklärt werden und dass das Paar als Einheit, quasi als dritter Patient, gesehen wird. Ein weiteres Qualitätskriterium für die Abklärung ist die Geschwindigkeit der Abklärung. Es sollte im Normalfall gelingen, alle wesentlichen Parameter, ob Showstopper oder verbesserungsmögliche Einflussfaktoren, innerhalb von 2 Wochen, also innerhalb eines weiblichen Zyklus, auf den Punkt zu bringen, sodass noch vor dem nächsten ersten Zyklustag eine Therapieberatung stattfinden kann, die die Möglichkeiten darstellt und entweder zu einer erweiterten Diagnostik oder bereits zur Therapie führt.

Ihr Dr. Michael Schenk, MAS

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