Männliche Unfruchtbarkeit beim Kinderwunsch

Auch, wenn es statistisch gesehen nicht stimmt: Gründe, warum ein Paar nicht schwanger wird, betreffen zu 40 Prozent beide und jeweils zu 40 Prozent die Frau und zu 40 Prozent den Mann. "Unfruchtbarkeit" ist gerade bei Männern ein absolutes Tabuthema, das bei den Betroffenen Versagensängste, Angst und Scham auslöst. Hinzu kommt, dass Sie nicht selten erst spät entdeckt wird und einem Kinderwunsch im Wege stehen kann. Stellt sich die Frage:

Ab wann spricht man eigentlich von Unfruchtbarkeit?

Die Zeugungsunfähigkeit der meisten "unfruchtbaren" Männer liegt an der Qualität ihrer Spermien: Ihre Hoden produzieren entweder missgebildete oder unbewegliche Spermien, die nur schwer oder gar nicht bis zur Eizelle vordringen können, oder Sie produzieren zu wenige. Im Normalfall enthält ein Milliliter Spermienflüssigkeit etwa 20 Millionen Spermien. Sind weniger als 30 Prozent normal geformt und 50 Prozent oder mehr unbeweglich, ist der Mann zeugungsunfähig.

Was sind die Gründe für eine schlechte Spermienqualität?

Eine schlechte Samenqualität ist zumeist hormonell bedingt. Weitere Gründe können eine Hodenverletzung, angeborene Fehlbildungen, Infektionen oder Krankheiten wie Mumps und Diabetes, Krampfadern, Medikamentenkonsum oder Umwelt- und schädliche Einflussfaktoren wie übermäßiges Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Umweltgifte wie Schwermetalle oder Pflanzenschutzmittel und dauerhafte Überhitzung oder Unterkühlung der Hoden darstellen.

Mit zunehmendem Alter des Mannes verringert sich die natürliche Anzahl seiner Spermien sowie deren Beweglichkeit. Neuesten Studien zufolge verfügen 20 Prozent der Männer zwischen 18 und 25 Jahren über eine unnatürlich niedrige Spermienanzahl, was hauptsächlich einem ungesunden Lebensstil zuzuschreiben ist. Der heutige Anteil an Samenzellen eines gesunden Mannes beträgt im Schnitt 60 m/ml.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Sterilität?

Männliche Sterilität kann in einigen Fällen medizinisch behandelt werden. Bei häufig vorkommendem Testosteronmangel kann eine Testosteron-Therapie das gewünschte Ergebnis erzielen. Bakteriellen Infektionen im Genitalbereich, ein weiterer Grund für Unfruchtbarkeit, wird mit Antibiotika entgegen gewirkt.

Ist die Sterilität des Mannes nicht therapierbar, kommen am Kinderwunsch Institut verschiedene Verfahren zum Einsatz.

Wege zu einer erfolgreichen Befruchtung

Bei der Insemination werden Spermien aufbereitet und direkt in Gebärmutter oder Eileiter übertragen, was ihnen den Weg zur Eizelle weitestgehend erspart.

Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) werden der Frau Eizellen entnommen, außerhalb des Körpers mit Spermien des Partners zusammengeführt und nach der Befruchtung in die Gebärmutter rückeingesetzt.

Eine weitere Methode ist die intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI). Dahinter verbirgt sich eine speziellere IVF-Methode, in der ein einzelnes Spermium direkt in eine aus dem Körper der Frau entnommene Eizelle eingespritzt wird und nach der Befruchtung, wie bei der IVF, in die Gebärmutter eingebracht wird.

Sind die Samenleiter des Mannes verschlossen und enthält die Samenflüssigkeit des Mannes dadurch keine Spermien, können die Spermien direkt aus dem Hoden oder Nebenhoden über einen kleinen Eingriff mit örtlicher Betäubung entnommen werden.

Ihr
Dr. Michael Schenk

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