Die Psychologie des unerfüllten Kinderwunsches

Nicht jeder Kinderwunsch ist von Erfolg gekrönt und bringt das herbeigesehnte Glückskind. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann zu einer äußerst starken emotionalen Belastung führen und eine schwere Depression auslösen. Hier ist es einerseits wichtig, gemeinsam mit seinem Partner durch diese krisenbehaftete Zeit zu gehen und sich Unterstützung im sozialen Umfeld oder eine professionelle Form der Therapie zu suchen. 

Andererseits spreche ich mit Wunscheltern bereits vor der Therapie über einen möglichen "Verlust" bzw. Misserfolg und rate den Eltern, sich über diese Eventualität Gedanken zu machen, um auf eine Kinderlosigkeit nicht gänzlich unvorbereitet zu sein. Ich gebe auch zu verstehen, dass ein Paar, welches durch solch eine Krise geht, meist gestärkt wieder daraus hervortritt und beide Partner näher zusammenbringt. Denn: So lange die Trauerphase auch dauern mag, sie geht wieder vorbei!

Die Phasen der Trauerarbeit

Trauerphasen sind unterschiedlich lange und individuell. Dabei verlaufen die Phasen der Verarbeitung des unerfüllten Kinderwunsches fast immer gleich: In der Schockphase werden Paare damit konfrontiert, dass sie kinderlos bleiben werden, was in der Verleugnungsphase vom Paar verdrängt wird. Es folgen weitere Versuche und Zyklen, um auch wirklich jede Option auszureizen. Bleiben weitere Versuche erfolglos, keimen Wut und Kränkung, die sich auch gegen andere Paare mit Kindern oder Schwangere und sogar einen selbst richten können. Schuldgefühle entstehen, man schottet seine Gefühle von der Außenwelt ab. Es kommt zu einer Phase der Isolierung. Paare halten ihren unerfüllten Kinderwunsch geheim und meiden den Kontakt zu Familien oder Paaren mit Kindern. Es kann ein Gefühl der Fremdheit zwischen den Partnern entstehen, da in dieser Phase Nähe immer schwerer zugelassen wird. Eine Depression kann die Folge sein, die psychologische Betreuung notwendig macht, um die Trauer verarbeiten zu können, die Situation zu akzeptieren und schließlich neuen Mut für die Zukunft zu schöpfen. 

Kinderwunsch verlagern

Ob soziales Engagement, ein neues Hobby, ein Studium zu wählen oder eine Reise zu machen – viele Paare beginnen wieder, ihrem Leben Sinn und Fülle zu geben und verlagern ihren Kinderwunsch auf andere Ebenen. Dieses Beispiel zeigt, dass das "Maß an Glück" eines Paares nicht nur von Kindern abhängt. Was Studien bestätigen: Etwa 63 Prozent der kinderlosen Paare, aber auch 43 Prozent der Eltern sind dieser Meinung. Und ich bin der Meinung, dass es ein beruhigendes Gefühl ist, dass wir Sie am Kinderwunsch Institut nicht alleine lassen und für Sie da sind. Wir tun alles und mögliche, ihren unerfüllten Kinderwunsch doch zu einem Wunschkind umzuwandeln. Und im schlimmsten Fall haben Sie ihren Wunschpartner an ihrer Seite und können darauf vertrauen, dass das Leben weitergeht und Sie es erfüllend gestalten können!

Ihr
Dr. Michael Schenk, MAS

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