Wissen schaffen, Wissen teilen - Projekte des Kinderwunsch Instituts

Dr. Michael Schenk: Mitglied des Translational Science Forums

Die Forschung und stete Weiterentwicklung unserer medizinischen Möglichkeiten ist für mich ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit. In Kooperation mit der Biobank Graz, gibt es bei uns die Möglichkeit, wichtige Daten und neue Erkenntnisse im Bereich der Kinderwunschbehandlung zu erhalten. Die Mitgliedschaft beim Translational Science Forum von BBMRI.at, dem Biobank-Netzwerks Österreichs, ist ein weiterer wichtiger Schritt für meine wissenschaftliche Arbeit und unterstreicht, dass wir als Forschungsteam europaweit wahrgenommen werden.

KIWI ist als erste Eizellbank in Österreich zertifiziert.

Die Eizellenbank des Kinderwunsch Institut Schenk ist zertifiziert.


Eizellbank zertifiziert.

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen hat uns für die Verarbeitung und Lagerung von Eizellen in einer sogenannten Eizellbank zertifiziert. Wer bisher eine Eizellspende in Anspruch nehmen wollte, musste ins Ausland reisen – was mit erheblichen Kosten verbunden war und eine soziale Ungerechtigkeit darstellte. 

Das Kinderwunsch Institut übernimmt Vorreiterrolle.

Das Kinderwunsch Institut übernimmt als erstes Institut Österreichs nun eine weitere Vorreiterrolle, um Paaren ihren ersehnten Kinderwunsch zu erfüllen, auch wenn gespendete Eizellen notwendig sind! Dem neuen Fortpflanzungsmedizingesetz zufolge widerspricht es dem Gleichheitsgrundsatz, die Eizellspende weiterhin zu verbieten. Das heißt, dass wir ab sofort Eizellspenden durchführen dürfen und bei uns Frauen im Fall einer medizinischen Indikation das sogenannte „Egg Freezing“ auch für sich selbst in Anspruch nehmen können. 

Die gesetzlichen Richtlinien.

Die Empfängerin darf nicht älter als 45, die Spenderin nicht älter als 30 Jahre sein. Kinder haben bei der Eizellspende das Recht, ab 14 Jahren den Namen der Spenderin zu erfahren. Die Spenderin darf ihre Eizellen nicht verkaufen, der notwendige Aufwand und anfallende Reisekosten werden refundiert. Mehr...

Fachsymposium - Präimplantationsdiagnostik in der Praxis

Fachsymposium - Präimplantationsdiagnostik in der Praxis

Ein Update zur Reproduktionsmedizin und Humangenetik.

Ein Fachsymposium im Rahmen der Fertility Research, Education, Development Forschungs GmbH (FRED) von Dr. Michael Schenk und Single Cell Dimensions.

Erfahren Sie alles über die neue Generation der Fortpflanzungsmedizin, wie Österreich an internationale Standards anschließt und worin die Zukunft der Humangenetik liegt. Mehr erfahren Sie hier...

Termin: 13. Juni 2015 (Samstag)
Wo: 8143 Dobl, Sendergrund 11
Anmeldungen unter office (at) kinderwunsch-institut.at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Single Cell Dimensions - Genetics for Life GMBH

Neueste Technologie macht kinderlosen Paaren Hoffnung

Bilder entstanden mithilfe eines Embryoskops mit Time Lapse System

Das zweite Embryoskop mit Time Lapse System ist in Österreich eingetroffen, genauer gesagt im Kinderwunsch Institut in Dobl. 

Das Embryoskop der FertiliTech aus Dänemark ist ein High-End Gerät, das den Erfolg der gewünschten Schwangerschaft auf 89% steigen lässt. Bis jetzt konnte man befruchtete Eizellen nicht konstant überwachen und erhielt so keinen Aufschluss über die Schnelligkeit der Zellteilung. Die neue Technologie macht alle 12 Minuten ein Bild der Zellen - ein kleiner Film entsteht. In diesem sieht man wie schnell und vor allem wann die verschiedenen Stadien der Zellteilung durchlaufen werden. Das gibt Aufschluss über die Qualität der befruchteten Zelle. Nur die Zelle mit der optimalsten Entwicklung wird dann der Patientin eingesetzt. Das erklärt die hohe Erfolgsquote. Aber das ist nur ein Vorteil des Embryoskops. Ist eine Zelle auffällig, können Experten aus der ganzen Welt zugeschalten werden, das erleichtert auch jungen Embryologen die richtige Auswahl zu treffen.

„Als ich den Prototypen 2008 auf einer Messe in Amerika sah, wusste ich, dass dies die Zukunft ist“, meint Dr. Michael Schenk, der seither die Entwicklung des Embryoskops mitverfolgt hat. „Wir wollen unseren PatientInnen die bestmögliche Therapie anbieten, dank unserer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung können wir das“. Unabhängige Studien, effektivere Therapien und die beste technische Ausrüstung locken so internationale PatientInnen nach Österreich.

Video: Entwicklung bis zur Blastozyste

Video: Entwicklung des Embryos bis zum 8-Zeller

Projekte

PICSI - eine naturnahe Methode zur Selektion und Beurteilung von Samenzellen.

PICSI - Eine naturnahe Methode zur Selektion und Beurteilung von Samenzellen.

Prinzip

Es handelt sich hierbei um eine Petrischale, versehen mit Hyaluronsäure. Hyaluronsäure findet man physiologisch im direkten Umfeld der Eizellen. Es weist daher keinen negativen Nebeneffekt, weder auf Samen- noch auf Eizellen, auf. Nur reife Samenzellen besitzen die passenden Rezeptoren, um an Hyaluronsäure zu binden. Damit stellt die Natur sicher, dass nur reife Samenzellen zu den Eizellen vordringen.

Indikation

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Samenzellen mit Rezeptoren und dementsprechender Reife eine höhere DNA Integrität aufweisen. Die Indikation liegt nur bei auffälligen Samenbefunden vor, jedoch ist eine Mindestzahl an beweglichen Samenzellen notwendig. Erfolge ließen sich in dieser Patientengruppe bei Befruchtungsversagen und wiederholten Fehlgeburten verzeichnen. 

Anwendung zur Selektion

Dieser physiologische Vorgang wird mithilfe der Hyaluronsäure in der Petrischale imitiert. So werden lediglich die Samenzellen, die an die Hyaluronsäure binden, d.h. diese Rezeptoren ausgebildet haben und damit reif sind, selektiert, und zur anschließenden Befruchtung mithilfe der ICSI herangezogen – eine physiologische Befruchtungsmethode – die physiologische ICSI oder PICSI.

Anwendung zur Beurteilung

Neben dem Einsatz als PICSI kann mithilfe der Hyaluronsäure auch eine Beurteilung der Qualität von Samenproben – ein Bindungstest - im Rahmen der Abklärung angeboten werden. Mithilfe der PICSI Petrischale wird der Anteil an reifen Samenzellen im Ejakulat mit Rezeptoren ermittelt, um eine Empfehlung für die weitere Therapie abgeben zu können.

In der Videoanalyse sind neben den freischwimmenden Samenzellen im Umfeld und im Bereich der Hyaluronsäure (kreisförmiges Areal) Samenzellen zu sehen, die mit ihren Rezeptoren am Kopf an die Hyaluronsäure am Boden des Schälchens gebunden sind, während die Schwänze noch weiter rotieren. Diese Samenzellen werden im Bindungstest ausgezählt bzw. bei der PICSI für die Befruchtung der Eizellen selektiert.

Dr. Schenk erweitert Kompetenzbereich in Richtung Genetik

ÖAK Diplom Genetik für Dr. Schenk Leiter des Kinderwunsch Institut Graz

Die reproduktive Medizin ist ein riesiges Feld und benötigt die ständige und dauernde Selbst- und Weiterbildung, um den PantientInnen die bestmögliche Versorgung ermöglichen zu können. 

Dr. Michael Schenk ist es ein Anliegen, Forschung, Entwicklung und die Implementation neuester Technologien stets voranzutreiben. Als weiteren Schritt in diese Richtung absolvierte er nun den Österreichischen Ärztekammerdiplomkurs Genetik und bekam im April 2014 das ÖÄK-DIPLOM Genetik durch das Institut für Humangenetik der Medizinischen Universität Graz verliehen.

UNI for Life

Primarius Dr. Michael Schenk, MAS und das Kinderwunsch Institut sind wichtige Partner für den Master Lehrgang Klinische Embryologie der UNI for Life. Nähere Information, Termine und Lehrpläne finden Sie hier.

Master of Science für Klinische Embryologie als Beispiel der Kooperation zweier Universitäten und einer FH.

von Dr. Michael Schenk

 

Tägliche Routine und Wissenschaft werden in der Medizin oft als Gegensätze erlebt und gelebt. In der klinischen Embryologie kann aber die Praxis nicht ohne Wissenschaft und die Wissenschaft nicht ohne Praxis auskommen. Die Halbwertszeit des Wissens in diesem hoch spezialisierten Forschungsfeld ist kurz und der Innovationsdruck ungemein hoch.

Im Bereich der klinischen Embryologie kann bis dato das in In-vitro-Fertilisation-Labors arbeitende Fachpersonal Kompetenzen fast nur durch „best practice“ und/oder „learning by doing“ erwerben.

Die klinische Embryologie braucht aber neue und wissenschaftsgeleitete Möglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln. Nur so können klinische EmbryologInnen für die kommenden Anforderungen vorbereitet und ihnen ein umfassendes Wissen über die Ethik des täglichen Handelns, die Ansprüche an die eigene Persönlichkeit und die besonderen Bedingungen, die sowohl die Religionszugehörigkeit als auch die Gesetze vorschreiben, vermittelt werden.

Der Masterlehrgang Klinische Embryologie trägt diesem wichtigen Auftrag Rechnung. Die Entwicklung dieses Lehrganges wurde gemäß dem Anforderungsprofil für EmbryologInnen der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) entwickelt und bietet eine umfassende Ausbildung an.

AbsolventInnen des Universitätslehrganges verfügen über das notwendige fachliche, wissenschaftliche und ethische Wissen und über die erforderlichen Soft Skills, um bereits nach kürzester Einarbeitungszeit in einem IVF-Labor und in allen Institutionen, die sich mit Reproduktionsmedizin beschäftigen, selbstständig arbeiten zu können.